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„Die Welt wartet nicht auf uns, sie braucht uns!“ – Abschlussfeier an der Kaderschmiede


Schulleben Berufsschule

Die Regener Berufsschule hat unter den 61 Absolventen 7 Staatspreisträger und einen mit dem Staatspreis für herausragende Leistungen
In feierlichem Rahmen überreichte am Freitag, dem 13. die Berufsschule Regen einmal den Staatspreis für herausragende Leistungen (Dominik Politzki mit 1,0 als Lagerlogistiker), Auszeichnungen für hervorragende Leistungen und Zeugnisse ihre 61 Absolventen. StDin Annette Bauer begrüßte die drei Landtagsabgeordneten Dr Stefan Ebner, Martin Behringer und Johann Müller neben Landrat Dr Ronny Raith, Regens Bürgermeister Andreas Kroner und IHK Vizepräsident Franz Xaver Birnbeck.
Raith gratulierte von Herzen und forderte auf, den beruflichen Werdegang in die eigene Hand zu nehmen, „nachdem Sie diesen bedeutenden Meilenstein als Basis für die Zukunft gemeistert haben. Ihr werdet alle gebraucht! Gestaltet unsere Heimat mit.“, forderte er auf, stolz auf die Leistung zu sein, die durch das Zeugnis manifestiert wurde.
Kroner bekam an der Berufsschule vor 20 Jahren selbst sein Abschlusszeugnis und er erinnerte, dass damals auf eine Lehrstelle unzählige Bewerbungen kamen. „Heute ist es eine ganz andere Situation auf dem Arbeitsmarkt.“ Immer wieder wird er bei Terminen auf den Fachkräfte- und Personalmangel angesprochen.
Ebner stellte klar: „Ohne Menschen wie euch würde unser Leben stillstehen. Ihr leistet einen wichtigen Beitrag, dass die Wirtschaft läuft. Die Technologie entwickelt sich weiter. Der Mensch bleibt unersetzlich.“ Er wünschte Mut, Neugier, Leidenschaft: „Habt ihr Freude bei dem, was ihr tut, stellt sich die Exzellenz eurer Arbeit ganz automatisch ein. Die Welt ändert sich schnell, saugt Neues auf und entwickelt es weiter. Ihr seid die Zukunft.“
Birnbeck bezeichnete es als Tag des Aufbruchs, nach vorne zu schauen, was noch komme. Der Geschäftsführer der Firma Langer weiß um den Wert der Ausbildung. Vor zehn Jahren waren es noch 13 % mehr Fachkräfte, die ihr Zeugnis bekamen. „Sie werden weniger,“ lachte er, „nicht bezüglich eurer körperlichen Fülle, sondern in eurer Anzahl als Leistungsträger im Bildungssystem. Fachkräfte sind heute so begehrt wie ein Parkplatz vor der Haustür in München. Die Herausforderungen der Wirtschaft und der Veränderung der Zeit ist nicht gemütlich. Schaltet das Hirn ein und krempelt die Ärmel hoch. Schwierige Zeiten sind gute Zeiten für gute Leute. Wer sein Zeugnis am Freitag, dem 13. Bekommt, der schafft alles!“, zwinkerte er.
Der Schulleiter des beruflichen Schulzentrums OStD Andreas Loibl freute sich, das „Ergebnis harter Arbeit und viel Engagement“, nämlich das Zeugnis, austeilen zu dürfen. „Ihr habt Herausforderungen angenommen, fachliches Wissen, Kompetenz, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen in den verschiedensten Berufen bewiesen. Ihr habt Hürden und Rückschläge überwunden und nicht aufgegeben.“, lobte er seine Schüler stolz und herzlich. Die wirtschaftlichen Bedingungen seien angespannt, schwierig und herausfordernd. „Verliert das Ziel nicht aus den Augen und bleibt dran. Ab heute seid ihr auf dem Anfang einer spannenden Reise. Es stehen euch alle Wege offen: in die Selbstständigkeit, ins Studium oder in weiteres Lernen. Übernehmt Verantwortung!“
Zwischen den einzelnen Rednern lockerten die Schüler Tom Gigl und Jonathan Löfflmann mit Lehrer Alexander Meindl das Programm musikalisch auf.
Die Schülersprecher erzählten von den Ausbildungsjahren. Lea Schuhbaum erzählte sowohl von lustigen Momenten, als auch solchen, „als beide Parteien am liebsten den Raum verlassen hätten“. Sie dankte den Lehrern und Ausbildern und machte bewusst, wie sich manche Schüler verändert haben. „Sie sind gewachsen und selbstbewusster geworden. Ohne Humor, Zusammenhalt, Augen zu und durch wäre es teils nicht möglich gewesen.“ Sie dankte den Menschen, „die uns prägten, stärkten und uns an selbst glauben ließen. Jetzt schreiben wir ein neues Kapitel. Die Welt liegt vor uns.“
Miriam Huke verglich die Schulzeit und Lehrzeit humoristisch und gelungen mit der Inspektion eines Autos. Die Kfz Mechatronikerin erzählte von dreieinhalb Jahren Durchhaltevermögen, wenn Theorie und Praxis aufeinanderprallen. Sie dankte allen, die sie „als junge Erwachsene ernst genommen und als Menschen gesehen haben.“ Jetzt hat sie den frischen TÜV in der Tasche. „Die Welt wartet nicht auf uns, sie braucht uns!“, startet sie siegesgewiss in die Zukunft.
Johanna Kerschl und Veronika Wanninger blickten zurück auf Ausflüge, Betriebsbesichtigungen und Lehrjahre, aber auch die Zwischenprüfung, die zu 40 % zur Abschlussnote zählt und wie viel Mitschüler sie im Laufe der Jahre verloren haben.


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