Einen besonderen Praxistag erlebten die Klassen F11S und F11SW der Fachoberschule Regen am 14.07.2026 bei einer Exkursion in den Kletterwald St. Englmar. Gemeinsam mit den Fachpraxislehrkräften Christian Ebner und Harald Ebner stellten sich die Schülerinnen und Schüler den unterschiedlichen Herausforderungen des Hochseilgartens. Die abwechslungsreichen Parcours boten zahlreiche Gelegenheiten, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen, persönliche Grenzen auszuloten und Mut zu beweisen. Ähnlich wie während ihrer Praktika in sozialen Einrichtungen mussten die Jugendlichen Entscheidungen eigenständig treffen, Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und auch in anspruchsvollen Situationen konzentriert und besonnen bleiben. Besonders beeindruckend war, dass sich mehrere Schülerinnen und Schüler trotz anfänglicher Höhenangst den schwierigen Kletterelementen stellten. Mit großem Durchhaltevermögen sowie der Unterstützung und Ermutigung ihrer Klassenkameradinnen und Klassenkameraden meisterten sie schließlich selbst anspruchsvolle Parcours. Dabei wurde deutlich, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen, Motivation und Zusammenhalt für den gemeinsamen Erfolg sind. Neben dem persönlichen Erfolg jedes Einzelnen stand vor allem das Miteinander im Mittelpunkt. Rücksichtnahme, gegenseitige Hilfe und das gemeinsame Bewältigen von Herausforderungen stärkten den Teamgeist innerhalb der Klassen. Genau diese sozialen Kompetenzen – Kommunikation, Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Kooperation – spielen auch im fachpraktischen Unterricht sowie in den Praktika der Ausbildungsrichtung Sozialwesen eine zentrale Rolle. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, dass Lernen nicht nur im Klassenzimmer stattfindet. Praktische Erfahrungen wie diese fördern die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler und verdeutlichen, wie eng fachliche und soziale Kompetenzen miteinander verbunden sind. Entsprechend positiv fiel auch das Fazit der Teilnehmenden aus: Der Tag im Kletterwald war nicht nur ein spannendes Erlebnis, sondern stärkte zugleich das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die Gemeinschaft der Klasse.
Abschiedsstimmung bei der Zeugnisverleihung für die Absolventen der Fachoberschule Regen. Es herrschte gleich doppelte Abschiedsstimmung: 88 Schülerinnen und Schüler erhielten die Zeugnisse der Fachhochschulreife und der allgemeinen Hochschulreife; und zum letzten Mal fand diese Feier an einer Gastschule, der Siegfried-von-Vegesack-Realschule, statt. In einem Jahr wird der Abschluss schon im Neubau an der Zwieseler Straße gefeiert, wie Schulleiter Andreas Loibl sagte. In den Faschingsferien 2027 soll die Schule umziehen.
Elternbeiratsvorsitzende Laila Witt als Klempner Mario gemäß dem Abitur-Motto „M-Abio Kart“
Die Schulbesten der 12. und 13. Klassen mit Schulleiter Andreas Loibl und Landrat Dr. Ronny Raith
Die Vertreter der SMV Rebecca Gebert, Mia Seidl und Julian Gruber mit Verbindungslehrer Alexander Meindl und stellvertretender Schulleiterin Annette Bauer
Die Schulband mit den Lehrern Reinhold Wilhelm und Alexander Meindl sowie den Schülern Jonathan Löfflmann und Tom Gigl
Wie fühlt sich eine Vorlesung an? Wie recherchiert man wissenschaftliche Literatur? Und welche Anforderungen stellt ein Studium an selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten? Antworten auf diese Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Seminargruppe der FOS Regen bei ihrem Besuch an der Universität Passau. Auf dem Programm standen der Besuch verschiedener Vorlesungen, eine Campusführung, Informationen zum Studienangebot sowie eine Einführung in die wissenschaftliche Literaturrecherche in der Universitätsbibliothek. Der Hochschulbesuch war dabei weit mehr als eine Studienorientierung. Er verdeutlichte den Schülerinnen und Schülern, warum wissenschaftliches Arbeiten weit über das Schreiben einer Facharbeit hinausgeht und welche Kompetenzen an einer Hochschule erwartet werden. Genau diese Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt der Seminarphase der 13. Jahrgangsstufe an der FOS Regen. Die Seminarphase bildet den Einstieg in das wissenschaftliche Arbeiten und begleitet die Schülerinnen und Schüler bei der Erstellung ihrer ersten wissenschaftlichen Arbeit. Sie ist bewusst als längerfristiger Lern- und Entwicklungsprozess angelegt und soll auf die Anforderungen eines Studiums oder einer anspruchsvollen beruflichen Ausbildung vorbereiten. Anders als häufig vermutet beginnt wissenschaftliches Arbeiten nicht erst mit dem Schreiben. Vielmehr lernen die Seminaristen Schritt für Schritt, wissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln, geeignete Literatur zu recherchieren, Quellen kritisch zu bewerten, Ergebnisse zu strukturieren und diese nachvollziehbar zu dokumentieren. Den Ausgangspunkt bildet ein wissenschaftliches Rahmenthema, aus dem die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer persönlichen Interessen eine eigene Forschungsfrage entwickeln. Die Bandbreite der angebotenen Rahmenthemen zeigt dabei eindrucksvoll, wie vielfältig wissenschaftliches Arbeiten sein kann. Ein Beispiel hierfür ist das Rahmenthema „PrimaKlima – viele Wege, ein Ziel“. Hier setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit aktuellen Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes auseinander. Ziel ist es nicht nur, Ursachen und Folgen des Klimawandels wissenschaftlich zu untersuchen, sondern auch praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln. Im Hinblick auf den bevorstehenden Umzug in den Neubau entstehen dabei Projektideen, die einen konkreten Beitrag zur Weiterentwicklung der Schule als Klimaschule leisten können – etwa in den Bereichen nachhaltige Mobilität, klimafreundliche Ernährung, Energieeinsparung oder Abfallvermeidung. Die aktuelle Seminargruppe im Fach Pädagogik/Psychologie arbeitet dagegen unter dem Rahmenthema „Zwischen Selbstdarstellung, Anerkennung und Unsicherheit – Öffentliche Wahrnehmung und psychologische Erfahrungen Jugendlicher in Bayern“. Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen, die viele Jugendliche unmittelbar betreffen: Welchen Einfluss haben soziale Medien auf das Selbstbild? Welche Rolle spielen Likes, Vergleiche und öffentliche Wahrnehmung für das Selbstwertgefühl? Wie entstehen Unsicherheiten und welche psychologischen Mechanismen wirken dabei? Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten diese Themen wissenschaftlich, entwickeln eigene Forschungsfragen und führen – soweit möglich – eigene empirische Untersuchungen durch. Mit der Neugestaltung der Seminarphase hat sich auch der Schwerpunkt der Bewertung verändert. Heute steht nicht mehr ausschließlich die fertige Seminararbeit im Mittelpunkt. Deutlich stärker als bisher werden die kontinuierliche Prozessbegleitung, regelmäßige Reflexionen sowie die Portfolioarbeit berücksichtigt. Die Seminararbeit selbst macht nun 40 Prozent der Gesamtbewertung aus, weitere 40 Prozent entfallen auf individuelle Leistungen während der Seminarphase und 20 Prozent auf die abschließende Präsentation mit Prüfungsgespräch. Damit rückt der Lernprozess stärker in den Mittelpunkt als das reine Endprodukt. Diese intensive Begleitung zeigt sich in den zahlreichen Meilensteinen, die die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Schuljahres bearbeiten. Von der Themenfindung über die Formulierung einer Forschungsfrage, die Literaturrecherche und die Erstellung einer Gliederung bis hin zu ersten Schreibproben und Probeseiten entsteht die Seminararbeit Schritt für Schritt. Lehrkräfte übernehmen dabei zunehmend die Rolle von Coaches, die den wissenschaftlichen Arbeitsprozess begleiten, Rückmeldung geben und die Schülerinnen und Schüler bei ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen. Der Abgabetermin im Januar erscheint zu Beginn der Seminarphase meist noch weit entfernt. In den abschließenden Reflexionen zeigt sich jedoch jedes Jahr aufs Neue, dass gerade eine realistische Zeitplanung entscheidend für den Erfolg ist. Viele Schülerinnen und Schüler nennen rückblickend ein kontinuierliches Arbeiten als wichtigste Erkenntnis ihrer Seminarphase – eine Erfahrung, die sie auch im späteren Studium begleiten wird. Der Besuch an der Universität Passau machte schließlich deutlich, dass die in der Seminarphase erworbenen Kompetenzen keine rein schulischen Anforderungen sind. Vorlesungen, wissenschaftliche Bibliotheksrecherche und der Austausch mit der Studienberatung vermittelten einen authentischen Einblick in den Hochschulalltag und zeigten, wie eng die Seminarphase der FOS Regen an den Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens orientiert ist. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen auf ein erfolgreiches Studium und lebenslanges Lernen vorzubereiten.
Die Politik zu den Menschen bringen, das ist die Aufgabe des LandTrucks des Bayerischen Landtags. Am Freitag war der silberglänzende Airstream-Trailer auf dem Stadtplatz in Regen zu Gast. Landtagspräsidentin Ilse Aigner stellte sich dort gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Kroner und den Landtagsabgeordneten aus der Region den Fragen von PNP-Ressortleiter Alexander Augustin - und den Bürgern aus dem Landkreis.
Am Montag, dem 27. April, machten sich die elften Klassen der FOS Regen unter Begleitung ihrer Klassenlehrkräfte auf den Weg nach Regensburg, um regionale Kultur hautnah zu erleben.
Erster Halt war die Walhalla bei Donaustauf: Die Schülerinnen und Schüler besichtigten die neoklassizistische Ruhmeshalle und waren beeindruckt von dem imposanten Bauwerk, das König Ludwig I. von Bayern im 19. Jahrhundert erbauen ließ, um herausragende Persönlichkeiten „teutscher Zunge“ zu ehren und das kulturelle Selbstverständnis des deutschsprachigen Raums zu stärken. Die zahlreichen Büsten boten dabei Anlass, einige der historischen Personen zuzuordnen, über andere rätselte man neugierig. Der weite Ausblick über das Donautal bei herrlichem Wetter bot viele Fotomotive und die Freitreppe der Außenanlage lud zum kurzen Verweilen ein, bevor es mit dem Bus weiterging.
In der Regensburger Altstadt nahmen die FOS-Schülerinnen und Schüler dann an einer interaktiven Stadtrallye teil. In kleinen Gruppen lösten die Teilnehmenden auf ihrem Handy knifflige Aufgaben zu bedeutenden historischen Bauwerken wie dem Dom, der Steinernen Brücke oder der Porta Praetoria. So lernten die Jugendlichen spielerisch mehr über verborgene Details und Anekdoten der Stadt und übten sich zudem in Zusammenarbeit und Orientierungssinn.
Im Anschluss blieb Zeit zur freien Verfügung, die zum Schlendern an der Donau, zum Bummeln durch die Gassen oder für ein Mittagessen genutzt werden konnte, bevor es mit dem Bus wieder zurück nach Regen ging.
Die Kulturfahrt hat sich als fester Bestandteil des Schullebens der FOS Regen etabliert und stärkte auch dieses Mal nicht nur das historische und kulturelle Wissen, sondern auch das Miteinander in den Klassen.