Ein Baustein des Schulversuchs „clever clustern“ sind gemeinsame Fortbildungen, in der sowohl Schüler als auch Ausbildungsbetriebe teilnehmen können. Hierbei hat uns Herr Tisch von der Firma Liqui Moly unterstützt und am 11. Februar bei uns an der Schule eine Fortbildung mit dem Thema „Getriebespülung“ durchgeführt. Im ersten Theorieteil wurde den Teilnehmern aufgezeigt, wie wichtig es ist, eine Getriebespülung regelmäßig an Automatikgetrieben durchzuführen. Anschließend wurde mit dem Spülgerät eine solche durchgeführt. An zwei Schaugläsern des Gerätes konnten die Teilnehmer den Farbunterschied zwischen dem alten und dem neuen Getriebeöl erkennen. Bei einer abschließenden Probefahrt konnte man erhebliche Verbesserungen des Schaltverhaltens feststellen. Insgesamt fanden die Schüler und auch die Betriebe die Fortbildung als sehr aufschlussreich und interessant.
Die Regener Berufsschule hat unter den 61 Absolventen 7 Staatspreisträger und einen mit dem Staatspreis für herausragende Leistungen In feierlichem Rahmen überreichte am Freitag, dem 13. die Berufsschule Regen einmal den Staatspreis für herausragende Leistungen (Dominik Politzki mit 1,0 als Lagerlogistiker), Auszeichnungen für hervorragende Leistungen und Zeugnisse ihre 61 Absolventen. StDin Annette Bauer begrüßte die drei Landtagsabgeordneten Dr Stefan Ebner, Martin Behringer und Johann Müller neben Landrat Dr Ronny Raith, Regens Bürgermeister Andreas Kroner und IHK Vizepräsident Franz Xaver Birnbeck. Raith gratulierte von Herzen und forderte auf, den beruflichen Werdegang in die eigene Hand zu nehmen, „nachdem Sie diesen bedeutenden Meilenstein als Basis für die Zukunft gemeistert haben. Ihr werdet alle gebraucht! Gestaltet unsere Heimat mit.“, forderte er auf, stolz auf die Leistung zu sein, die durch das Zeugnis manifestiert wurde. Kroner bekam an der Berufsschule vor 20 Jahren selbst sein Abschlusszeugnis und er erinnerte, dass damals auf eine Lehrstelle unzählige Bewerbungen kamen. „Heute ist es eine ganz andere Situation auf dem Arbeitsmarkt.“ Immer wieder wird er bei Terminen auf den Fachkräfte- und Personalmangel angesprochen. Ebner stellte klar: „Ohne Menschen wie euch würde unser Leben stillstehen. Ihr leistet einen wichtigen Beitrag, dass die Wirtschaft läuft. Die Technologie entwickelt sich weiter. Der Mensch bleibt unersetzlich.“ Er wünschte Mut, Neugier, Leidenschaft: „Habt ihr Freude bei dem, was ihr tut, stellt sich die Exzellenz eurer Arbeit ganz automatisch ein. Die Welt ändert sich schnell, saugt Neues auf und entwickelt es weiter. Ihr seid die Zukunft.“ Birnbeck bezeichnete es als Tag des Aufbruchs, nach vorne zu schauen, was noch komme. Der Geschäftsführer der Firma Langer weiß um den Wert der Ausbildung. Vor zehn Jahren waren es noch 13 % mehr Fachkräfte, die ihr Zeugnis bekamen. „Sie werden weniger,“ lachte er, „nicht bezüglich eurer körperlichen Fülle, sondern in eurer Anzahl als Leistungsträger im Bildungssystem. Fachkräfte sind heute so begehrt wie ein Parkplatz vor der Haustür in München. Die Herausforderungen der Wirtschaft und der Veränderung der Zeit ist nicht gemütlich. Schaltet das Hirn ein und krempelt die Ärmel hoch. Schwierige Zeiten sind gute Zeiten für gute Leute. Wer sein Zeugnis am Freitag, dem 13. Bekommt, der schafft alles!“, zwinkerte er. Der Schulleiter des beruflichen Schulzentrums OStD Andreas Loibl freute sich, das „Ergebnis harter Arbeit und viel Engagement“, nämlich das Zeugnis, austeilen zu dürfen. „Ihr habt Herausforderungen angenommen, fachliches Wissen, Kompetenz, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen in den verschiedensten Berufen bewiesen. Ihr habt Hürden und Rückschläge überwunden und nicht aufgegeben.“, lobte er seine Schüler stolz und herzlich. Die wirtschaftlichen Bedingungen seien angespannt, schwierig und herausfordernd. „Verliert das Ziel nicht aus den Augen und bleibt dran. Ab heute seid ihr auf dem Anfang einer spannenden Reise. Es stehen euch alle Wege offen: in die Selbstständigkeit, ins Studium oder in weiteres Lernen. Übernehmt Verantwortung!“ Zwischen den einzelnen Rednern lockerten die Schüler Tom Gigl und Jonathan Löfflmann mit Lehrer Alexander Meindl das Programm musikalisch auf. Die Schülersprecher erzählten von den Ausbildungsjahren. Lea Schuhbaum erzählte sowohl von lustigen Momenten, als auch solchen, „als beide Parteien am liebsten den Raum verlassen hätten“. Sie dankte den Lehrern und Ausbildern und machte bewusst, wie sich manche Schüler verändert haben. „Sie sind gewachsen und selbstbewusster geworden. Ohne Humor, Zusammenhalt, Augen zu und durch wäre es teils nicht möglich gewesen.“ Sie dankte den Menschen, „die uns prägten, stärkten und uns an selbst glauben ließen. Jetzt schreiben wir ein neues Kapitel. Die Welt liegt vor uns.“ Miriam Huke verglich die Schulzeit und Lehrzeit humoristisch und gelungen mit der Inspektion eines Autos. Die Kfz Mechatronikerin erzählte von dreieinhalb Jahren Durchhaltevermögen, wenn Theorie und Praxis aufeinanderprallen. Sie dankte allen, die sie „als junge Erwachsene ernst genommen und als Menschen gesehen haben.“ Jetzt hat sie den frischen TÜV in der Tasche. „Die Welt wartet nicht auf uns, sie braucht uns!“, startet sie siegesgewiss in die Zukunft. Johanna Kerschl und Veronika Wanninger blickten zurück auf Ausflüge, Betriebsbesichtigungen und Lehrjahre, aber auch die Zwischenprüfung, die zu 40 % zur Abschlussnote zählt und wie viel Mitschüler sie im Laufe der Jahre verloren haben.
Im Rahmen des Schulversuchs "clever clustern" lernten die Lehrkräfte der Metallabteilung die tschechischen Kollegen der Industrieschule Tabor kennen, als sie zu einen Erasmus - Projekts in Vimperk waren. Kurzerhand wurden die interessierte Lehrkräfte samt Schulleitung nach Regen eingeladen. Bei einem gemeinsamen Treffen mit Vertretern der Ausbildungsabteilung der Firma Rohde und Schwarz wurde ihnen die Berufsschule in Regen gezeigt, wobei zahlreiche handlungsorientierte Unterricht besucht wurden. Bei der abschließenden Besprechung waren sich beide Seiten einig, die grenzüberschreitende Partnerschaft auszubauen. Im nächsten Schuljahr ist so ein Schüleraustausch geplant, bei dem vor allem ein Augenmerk auf die Ausbildung an modernen Robotern und dem Thema Industrie 4.0 gelegt wird.
Der Förderverein des Beruflichen Schulzentrums Regen hielt seine Jahreshauptversammlung in den Räumen der Firma fritzoffice in Viechtach ab. Vorsitzender Herbert Unnasch begrüßte die anwesenden Mitglieder und dankte dem gastgebenden Unternehmen, dessen stellvertretender Geschäftsführer Christian Hausinger das Unternehmen vorstellte und zu einer anschließenden Betriebsbesichtigung einlud. Geschäftsführer Andreas Loibl, Schulleiter des Regener Berufsschulzentrums, berichtete über ein erfreuliches Mitgliederwachstum: Der Verein zählt aktuell 58 Mitglieder, darunter 38 Firmen. Allein im Jahr 2025 konnten 19 neue Mitglieder gewonnen werden. Zudem informierte Loibl über die solide Finanzlage und die durchgeführte Kassenprüfung. Kurz skizzierte Loibl die aktuellen Entwicklungen an Berufsschule und FOS, darunter den planmäßig verlaufenden Schulneubau sowie neue pädagogische Programme, mit denen die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern weiter gestärkt wird. Mit Blick auf die zukünftige Mittelverwendung betonte der Verein, dass größere Anschaffungen sinnvoll erst nach Abschluss der Baumaßnahmen möglich sein werden. Der Förderverein möchte die Schule dann gezielt dort unterstützen, wo der Sachaufwandsträger – der Landkreis Regen – finanziell an Grenzen stößt. Geplant sind dabei insbesondere Maßnahmen, die der Schule besondere Profilmerkmale sichern. Im Rahmen einer Ergänzungswahl wurde Oswald Peter, ehemaliger Schulleiter des Schulzentrums, zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt von Karl Zimmermann, der über viele Jahre als zweiter Vorstand tätig war und den Verein zeitweise auch kommissarisch führte. Mit großem Dank würdigte die Versammlung Zimmermanns langjähriges Engagement und begrüßte seinen Nachfolger herzlich in der Vorstandschaft. Als Kassenprüfer wurden Uli Rechenmacher und Herr Seigner bestätigt. Der neu gewählte zweite Vorsitzende Oswald Peter bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Vorsitzender Unnasch schloss die Sitzung mit einem Dank an alle Mitglieder sowie an die Firma fritzoffice für die Gastfreundschaft.